Warum die Kogi uns den Kaffee schenken – Kaffee in der Spagyrik

Kaffeekirschen Spagyrik

Bei seinem Besuch 2015 erzählte das spirituelle Oberhaupt der Kogi, Máma José Gabriel – mancher hier würde ihn vielleicht auch einen Schamanen nennen – über die vier heiligen Pflanzen der Kogi-Indianer. Gott, sein Name bei den Kogi ist Serankwa, gab den älteren Brüdern, die als Erste da waren, die Koka-Pflanze. Das waren die Kogi und ihre Brudervölker, die Arhuacos, die Wiwa und die Kankuamo. Die Menschheit hat ihre Wurzeln in der Mythologie der Kogi im Herzen der Erde, in der Sierra Nevada de Santa Marta. Hier erschuf Serankwa aus einem kleinen Stein das Gebirge, welches er wachsen und wachsen ließ. Nach den Steinen kamen die Pflanzen und Tiere. Wir, die kleineren Brüder kamen ein wenig später.

Irgendwann gab es eine Art von Unterricht für alle Menschen, in dem Serankwa sie lehrte, wie man überlebt. Sie lernten in 8 Tagen, wie man miteinander umzugehen hat, wie man Häuser baut, wie man Nahrung findet und all das. Wir die kleinen Brüder waren dann aber so müde, dass wir einschliefen und den wichtigen achten Tag verschliefen. An diesem Tag erklärte Serankwa, wie wir mit der Erde und der Natur umgehen sollen. Er erklärte, dass alles miteinander verwoben ist, dass alles Eins ist und dass die Menschen achtsam leben und die Erde schützen sollten. Die vier Stämme der Sierra hörten gut zu – und die kleinen Brüder schliefen.

Kommen wir zurück auf die heiligen Pflanzen. Den kleinen Brüdern schenkte Serankwa damals den Kaffee. Er sollte uns aufwecken. Er soll für einen klaren Kopf sorgen, unsere Gedanken strukturieren und in die richtige Richtung lenken. So erzählt Máma José Gabriel. Die beiden anderen heiligen Pflanzen sind übrigens die beiden Hölzer, die die Kogi zum Feuermachen verwenden.

Nun ist es interessant, dieses alte Wissen der Kogi zu vergleichen mit dem unserer alternativen Medizin. Hier folgt eine Beschreibung der Kaffeepflanze in Homöopathie und Spagyrik, der Weiterentwicklung der Alchemie. Es erscheint mir bemerkenswert, wo darin der Sinn der Kaffeepflanze gesehen wird. Die Kogi wissen dies bereits lange vor uns.

Der Kaffeestrauch (Coffea arabica) ist vor allem wegen seiner Samen, die in gerösteter Form die Grundlage für unseren Kaffee bilden, wohl bekannt. Von den ca. 60 Coffea-Arten ist Coffea arabica eine der Hauptsorten, die kommerziell als Lieferant für Kaffeebohnen genutzt wird. Der Kaffeestrauch stammt ursprünglich aus der Provinz Kaffa in Äthiopien und gehört zur Familie der Rubiaceen. Er wird in warmen, höher gelegenen und in feuchten tropischen Zonen angebaut. Aus den weißen, traubenförmigen Blüten, die einen angenehmen Orangenblüten- und Jasminduft verbreiten, bilden sich rote Steinfrüchte, deren getrocknete und geröstete Bohnen gemahlen werden. Das Kaffeegetränk ist seit dem Altertum bekannt und kam ungefähr um 1600 mit den venezianischen Händlern nach Europa. Es entfesselte die Leidenschaften. Für manche war es der Segen der Götter, für andere ein teuflisches Getränk. Wichtiger Bestandteil des Kaffeestrauchs ist das Koffein, ein Alkaloid (wirkt u. a. als Insektizid), welches von anderen tropischen Pflanzen zur Abwehr von Parasiten genutzt wird. Koffein hemmt die Adenosinrezeptoren und Phosphodiesterase, es erregt das Zentralnervensystem, beeinflusst den Kreislauf und besitzt eine positive inotrope Wirkung (Wirkung auf die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels), die zu beschleunigter Herztätigkeit (Tachykardie) und erhöhter Herzkontraktion führt. Neben der allseits bekannten Anwendung als stimulierendes Getränk ist Coffea arabica Bestandteil zahlreicher Fertigarzneimittel gegen Fieber, Schmerzen und Grippesymptome und soll spezifisch gegen Schläfrigkeit wirken. In der Homöopathie wird Coffea arabica häufig gegen die Symptome eingesetzt, welche die Pflanze auslöst: Schlaflosigkeit, Unruhe, Schwindel und Nervosität. Weitere Anwendungsgebiete sind beispielsweise: Kopfschmerzen, Ohrgeräusche bei nervlicher Belastung, nervöse Überregung, Hyperaktivität, Herzrasen, Nervosität, Ohnmachts-Auslöser, häufiges Wasserlassen, Konzentrationsschwäche, Wehenschmerzen, Geräuschempfindlichkeit, Herzklopfen, Migräne, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Unruhe, Reisekrankheit, Wechseljahresbeschwerden, Zahnschmerzen, Trigeminusneuralgien (Gesichtsschmerzen). In energetischer Hinsicht kehrt durch Coffea wieder Ruhe in unseren Kopf ein. Coffea löst die innere Unruhe, die sich seit mehreren Jahren in unserer Welt breit macht. Aber keine schläfrige und dumpfe Ruhe, sondern ein hoch wacher und sensitiver Zustand, der notwendig sein wird, um die nächsten Jahre auf eine konstruktive Art und Weise zu bewältigen. Die Pflanze ist daher wichtig in allen Situationen, in denen der Geist hellwach, aber der Körper ruhig bleiben soll. Meditation und Kontemplation (beschauliches Nachdenken und geistiges Sichversenken in etwas) werden auf eine hohe spirituelle Ebene angehoben. Sinnbildlich könnte „eine Reise durch die geistige Welt“ die Energie des Bergkaffees gut beschreiben, mit viel Überblick über alle Bereiche des Lebens. …

Quelle Phylak Sachsen GmbH

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