Viel Feind – viel Ehr!

Liebe Freunde der Kogi und des guten Kaffees,

gestern war Frank-Walter Steinmeier zu Gast in der Bodega der Kogi und auch in einem ihrer Dörfer. Mehr Fotos findet Ihr im Blog auf www.cafe-kogi.com.

Zeitgleich habe ich aber auch von Jorge Mario (der mit der Basballkappe) eine schlechte Nachricht bekommen, die Ihr unten im Original lesen könnt. Er schreibt, dass die Kogi alles in ihrer Verantwortung liegende abgeschlossen haben. Sie haben zuletzt in der Mühle (trilladora) ihre spirituelle Arbeit getan.

Leider ist es so, dass unabhängige Projekte wie CAFÉ KOGI von Unternehmen und Dienstleistern abhängig sind, die oft andere Interessen haben und entsprechende Prioritäten setzen. Und so kam es, dass der fest zugesagte Verarbeitungstermin in der Mühle am 9.2. von der Mühle einfach nicht eingehalten wurde. Man hatte wichtigere Aufträge… Die Kogi haben die Mühle besucht um zu schauen, was los ist. Der Besitzer sagte, dass andere Aufträge großer Kunden dazwischen gekommen seien und dass CAFÉ KOGI wegen Reparaturen und des anstehenden Karnevals erst im März dran kommt. Dies ist die einzige Mühle.

Jorge schreibt, dass es einige Parteien gibt, die den Kogi den Erfolg nicht gönnen. Die Kaffeeeinkäufer, die den Kogi zuvor den Kaffee für kleines Geld und gerne auch Schnaps abgekauft haben, lassen ihre Muskeln spielen. Die Unternehmen, die CAFÉ KOGI bisher billig bekamen und in ihren Kaffee mischten, wollen natürlich nicht auf diese ausgezeichnete Qualität verzichten. Und so sorgt man dafür, dass Termine nicht eingehalten werden können. Partner wie ich sollen den Mut verlieren und angesichts der Unzuverlässigkeit aufgeben. Die Röster, die mich unterstützen und einige Säcke Rohkaffee abzunehmen versprochen haben, sollen vergrätzt werden.

Doch: So geht´s natürlich nicht! Ich mache weiter, wir machen weiter! Und ich hoffe auf Euer Verständnis. Viele Zuschriften nach meinem letzten Newsletter sagten, dass es doch ganz egal sei, wann der Kaffee komme. Hauptsache, er kommt und das Projekt wir dein Erfolg. Die Verzögerungen durch die Kapriolen der Natur haben uns Geduld gelernt. Die Boykotte der konventionellen Kaffeeindustrie wird uns nun neben Geduld auch Standhaftigkeit lehren.

Jorge bittet mich, diese Information an Euch alle weiterzuleiten und bitte um Euer Verständnis. Er arbeitet daran, die notwendigen Geräte für die Kogi zu kaufen, so dass sie unabhängig werden von (korrupten) Dienstleistern.

Die Mámas sagen dazu, dass wir uns nicht sorgen sollten, denn alles wird gut!

Zum Termin bedeutet dies, dass das Schiff nicht vor dem 15.3. ablegen kann. So verzögert sich alles erneut um einen Monat – wenn die Mühle dann endlich arbeitet.Für mich selbst bedeutet dies natürlich auch einiges an Problemen. Ich muss Messen stornieren und wahrscheinlich dennoch bezahlen, kann Liefertermine nicht einhalten und die Kosten laufen weiter.

Viel Feind, viel Ehr! Die Kogi werden sehr ernst genommen. Und gerade lernen Sie, dass auch in der Wirtschaft gekämpft wird, was für ein Volk, was immer den Kampf vermieden hat, sicher nicht leicht ist.

Ich denke, dass CAFÉ KOGI sich durchsetzen wird und setze dabei auch auf Euch!

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